Freies Feld
Wieder da:
Naujoks bester Roman –
Freies Feld
Wieder da:
Naujoks bester Roman –
Was hält zwei Menschen zusammen, wenn alles um sie herum zerbricht? Vincenz ist einfach, arm, deutscher Abstammung. Die Polin Jadwiga ist die schönste Frau im Dorf. Dass er sich in sie verliebt, ist keine Überraschung. Als sie seine Liebe erwidert, verändert sich alles.
Rudolf Naujok Freies Feld
Selbstverlag Herwarth Naujok, Bad Camberg, 2026
14 × 22 cm, 248 Seiten, nur 18 €
ISBN 9783819261497
Auch als E-Book für iOS, Android und Kindle: 9 €
Deutsch-polnisches Spielfeld
Im Lehmland, an der Grenze zwischen Polen und Deutschland, gründen Vincenz und Jadwiga eine Familie. Doch die Geschichte Europas lässt sie nicht in Frieden. Kriege, Besatzung, Vertreibung: Immer wieder reißt die große Politik das kleine Glück auseinander.
Rudolf Naujoks Freies Feld ist ein vergessenes Meisterwerk der deutschsprachigen Literatur, geschrieben von einem Augenzeugen des Grenzlands, das einst Polen und Deutschland verband. Ein Roman über das Europa, das wir verloren haben und das wir noch immer suchen.
Naujoks politischster Roman
Wem gehört das Land? Wem gehört die Schuld? Und: Kann ein Mensch zwischen zwei Völkern stehen, ohne zerrissen zu werden?
Vincenz Sabatowski findet die Antworten auf solche Fragen nicht in Büchern, sondern im wahren Leben: als polnischer Soldat in preußischer Uniform, als Hausmeister in einer deutschen Besatzungsschule oder als Vater, der zusehen muss, wie sein Sohn in einen Krieg zieht, den niemand gewinnen kann. An seiner Seite: Jadwiga, seine Ehefrau, seine Heimat, sein einziger fester Punkt in einer Welt, die sich immer wieder neu erfindet und dabei immer neue Opfer fordert.
Rudolf Naujok schrieb diesen Roman als stiller Augenzeuge des deutsch-polnischen Grenzlands und schuf ein Werk von erstaunlicher Aktualität. Denn die Mechanismen, die er beschreibt – nationale Überheblichkeit, die Ohnmacht der Kleinen, die Zivilcourage Einzelner – sind nicht Geschichte. Sie sind Gegenwart.
Freies Feld ist ein politischer Roman, eingehüllt in eine Liebesgeschichte.
Pressestimmen
„Das Familienleben von Vincenz und Jadwiga spiegelt 40 Jahre deutsch-polnische Geschichte wider. Dabei steht der Mensch für Rudolf Naujok stets im Vordergrund. Er zeigt, dass Vorurteile, Hass und Gewalt nicht einseitig verteilt sind. Die Oberschule in Posen – ein Kulturinstitut unter polnischer wie unter deutscher Leitung – dient dem Autor als Bühne für den politischen Diskurs. Verhandelt werden Themen, die Menschen, Völker und Nationen in Europa berühren und den Leser für die Komplexität historischer Schuld und Versöhnung sensibilisieren.“
Günther Welter, Journalist, Bad Camberg
„Naujok ist eine echte Begabung mit dem Stil eines besinnlichen Temperaments. In seinen eindrucksvollen Sätzen steckt die Kraft der inneren Auseinandersetzung. Er weiß sehr wohl um den Kampf zwischen Gut und Böse und dem Leid als integrierendem Bestandteil des Lebens.“
Neue Zeit, Frankfurt
„Dies ist eins von den nicht alltäglichen Büchern, die man beim Lesen immer lieber gewinnt. … und gehört zum Besten, was uns deutsche Erzählkunst je beschert hat.“
Hagener Zeitung
Wiederveröffentlichung
Freies Feld erschien erstmals 1980 unter dem Titel „Vincenz und Jadwiga“, elf Jahre nach Rudolf Naujoks Tod, herausgegeben von seinem Sohn Herwarth. Die Menschen in Deutschland beschäftigten zu dieser Zeit das Oktoberfest-Attentat, das Kanzlerduell zwischen Helmut Schmidt und Franz Josef Strauß und die wachsenden Spannungen im deutsch-deutschen Verhältnis. Das Land stand vor einem Jahrzehnt der Transformation, geprägt von einem neuen Bürgerbewusstsein und gesellschaftlicher Pluralisierung. Für einen historischen Liebesroman, der sieben Jahrzehnte zuvor im deutsch-polnischen Grenzland spielt, bestand wenig Interesse.
Heute ist das anders. Der Krieg in der Ukraine hat das Bewusstsein für die Geschichte Osteuropas neu geschärft. Fragen von Heimat, Vertreibung und nationaler Identität, die lange wie abgeschlossene Kapitel wirkten, sind wieder offen. Und plötzlich liest sich Freies Feld wie ein Buch, das auf seine Zeit gewartet hat. Es liefert keine Antworten, sondern stellt wichtige Fragen. Vincenz Sabatowski, der Mann zwischen den Völkern, der Vater und der Soldat, ist keine historische Figur. Er ist ein Zeitgenosse.
Ein weiteres Ziel der Neuveröffentlichung von „Vincenz und Jadwiga“ ist, den Originaltext durch kleine Ergänzungen für ein neues Publikum zugänglich zu machen:
Vorwort
Kapitelüberschriften
Fußnoten
Kurzbiografie des Autors
sprachliche Verfeinerungen
Die Erzählerstimme Rudolf Naujoks blieb dabei unangetastet. Das Lektorat konzentrierte allein auf den Satzbau, nicht auf die Perspektive oder Erzählhaltung. Das Ergebnis ist eine Fassung, die sich flüssiger liest als das Original, ohne dass die literarische Handschrift des Autors verloren ging – ja sie wurde zum Teil sogar gestärkt.