Pressemitteilung, Mai 2026 (PDF-Download …)
Lehmland von Rudolf Naujok, jetzt in allen Buchläden
Bad Camberg, 4. Mai 2026. Mit Lehmland liegt der wohl bedeutendste Roman von Rudolf Naujok wieder vor: gedruckt und als barrierefreies E-Book. Was lange vergriffen war (unter dem Titel „Vincenz und Jadwiga“), erweist sich heute als literarische Wiederentdeckung von verblüffender Aktualität.
Im Mittelpunkt stehen Vincenz Sabatowski und Jadwiga. Er: arm, einfach und deutschstämmig. Sie: Polin und die schönste Frau im Dorf. Dass er sich in sie verliebt, ist keine Überraschung. Als sie seine Liebe erwidert, verändert sich alles. Im Lehmland, ihrer Heimat an der Grenze zwischen Polen und Ostpreußen, gründen die beiden eine Familie – mitten im Ersten Weltkrieg. Und natürlich lassen sie die Wirren in Europa nicht in Frieden. Kriege, Besatzung, Vertreibung: Immer wieder reißt die große Politik das kleine Glück auseinander.
Beklemmend aktuell: ein Roman für das Europa von heute
Heute, da wieder Krieg in Europa herrscht, da Millionen ihre Heimat verlassen und über Grenzen fliehen, die noch vor wenigen Jahren als frei passierbar galten, liest sich Lehmland mit einer beklemmenden Aktualität. Die Fragen, die der Roman stellt, sind brisant: Wem gehört das Land? Wann wird aus Vaterlandsliebe Nationalismus? Wie überlebt ein Mensch zwischen zwei Völkern? Es sind keine Fragen von gestern, sondern die Fragen Europas im einundzwanzigsten Jahrhundert.
Was Lehmland von der Kriegsliteratur seiner Zeit unterscheidet, ist die Weigerung des Autors, sich auf eine Seite zu stellen. Naujok zeigt, dass ein Krieg kein Gefecht zwischen Gut und Böse ist, sondern das Zerbrechen rationaler Menschen an irrationalen Umständen. Sein Vincenz Sabatowski ist kein Held im heroischen Sinne. Er ist – wie es der Roman sinnbildlich beschreibt – kein Baum, den ein stürmischer Wind mühelos knickt, sondern ein Grashalm, „dem der Sturm nur über die Spitzen streicht“.
Rudolf Naujok verweigert sich einfachen Antworten. Für ihn gibt es keine klaren Fronten, keine eindeutigen Täter und Opfer. Stattdessen richtet er den Blick auf das, was Menschen verbindet – über Grenzen, Sprachen und nationale Identitäten hinweg: Menschlichkeit und Liebe.
Mehr als eine Lovestory: Naujoks politischster Roman
Rudolf Naujok (1903–1969) gehört zu Unrecht zu den vergessenen Stimmen der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur. Lehmland, sein bedeutendstes Werk, war jahrzehntelang nur antiquarisch zu finden. Sein Sohn Herwarth Naujok legt den Roman nun in einer sorgfältig edierten Neuausgabe vor: in neuer Rechtschreibung, mit Vorwort, Fußnoten und lesefreundlich gestaltet. Dieser Schritt ist mehr als eine verlegerische Entscheidung. Es ist eine Einladung zur Wiederentdeckung.
Lehmland ist seit heute als Paperback für 18 € überall im Buchhandel erhältlich. Als statisches E-Book lässt sich Lehmland auf Apple Books, im Google Play Store und bei Amazon Kindle für 8 € downloaden. Das flexible, barrierefreie E-Book für eReader, Tablets und Smartphones gibt es für 5 €, zum Beispiel bei Epubli.
Über Verlag Herwarth Naujok
Herwarth Naujok ist der jüngste Sohn von Rudolf, geboren 1940, ebenfalls in Memel. Im Testament seiner Eltern wurde ihm die Verwaltung und Vertretung von Rudolf Naujoks literarischen Rechten übertragen. „Lehmland“ ist nach „Brücke am Kanal“ das zweite Buch seines Vaters, das er aus dem Nachlass veröffentlicht. Es erschien erstmals 1980 als Taschenbuch unter dem Titel „Vincenz und Jadwiga“ im Camberger Verlag Ulrich Lange.
Press release, May 2026 (download PDF …)
Lehmland by Rudolf Naujok, now available in all bookshops
Bad Camberg, 4 May 2026. Lehmland, arguably Rudolf Naujok’s most significant novel, is now available once again: in print and as an accessible e-book. Long out of print (under the title ‘Vincenz und Jadwiga’), it has now been rediscovered as a work of literature of astonishing relevance.
The story centres on Vincenz Sabatowski and Jadwiga. He: poor, simple and of German descent. She: Polish and the most beautiful woman in the village. It comes as no surprise that he falls in love with her. When she returns his love, everything changes. In Lehmland (Clayland), their home on the border between Poland and East Prussia, the couple start a family—in the midst of the First World War. And, of course, the turmoil in Europe does not leave them in peace. Wars, occupation, expulsion: time and again, the great politics tear their little happiness apart.
Disturbingly topical: a novel for today’s Europe
Today, with war raging once more in Europe, with millions leaving their homes and fleeing across borders that were considered freely passable just a few years ago, Lehmland reads with a haunting relevance. The questions the novel raises are explosive: Who owns the land? When does love of one’s country turn into nationalism? How does a person survive between two nations? These are not questions of the past, but the questions facing Europe in the twenty-first century.
What sets Lehmland apart from the war literature of its time is the author’s refusal to take sides. Naujok shows that war is not a battle between good and evil, but rather the breaking of rational people by irrational circumstances. His Vincenz Sabatowski is no hero in the heroic sense. He is – as the novel symbolically describes – not a tree that a stormy wind bends effortlessly, but a blade of grass ‘which the storm merely brushes over the tips of’.
Rudolf Naujok shuns simplistic answers. For him, there are no clear-cut sides, no unambiguous perpetrators or victims. Instead, he focuses on what unites people – across borders, languages and national identities: humanity and love.
More than just a love story: Naujok’s most political novel
Rudolf Naujok (1903–1969) is, quite unjustly, one of the forgotten voices of post-war German-language literature. Lehmland, his most significant work, was for decades available only second-hand. His son, Herwarth Naujok, has now presented the novel in a carefully edited new edition: updated to modern spelling, with a foreword, footnotes and a reader-friendly layout. This step is more than a publishing decision. It is an invitation to rediscover the work.
Lehmland is now available in paperback for €18 in bookshops everywhere. The static e-book version of Lehmland can be downloaded from Apple Books, the Google Play Store, and via Amazon Kindle for €8. The flexible, accessible e-book for e-readers, tablets, and smartphones is available for €5, for example, from Epubli.
About Herwarth Naujok Publishing
Herwarth Naujok is the youngest son of Rudolf, born in 1940, also in Memel. In his parents’ will, he was entrusted with the administration and representation of Rudolf Naujok’s literary rights. Lehmland is, after Brücke am Kanal, the second of his father’s books that he has published from the estate. It was first published in 1980 as a paperback under the title ‘Vincenz und Jadwiga’ by Camberger Verlag Ulrich Lange.
Cover Lehmland, Paperback
Lehmland, Paperback, 3D
Porträt Rudolf Naujok 1943
Pressemitteilung de, 4. 5. 2026
Press release en, 4 May 2026
Rudolf und Helene Naujok, Kurpark Camberg 1966
Cover Brücke, Erstausgabe, Hardcover
Cover Brücke, 2. Auflage, Paperback
Porträt Rudolf Naujok 1950
Pressemitteilung, 1. 9. 2024
Pressemitteilung, 2. 10. 2024
Porträt Naujok 1950, koloriert
Ahnentafel Rudolf Naujok 1822 – 2024
Blick auf Camberg im Taunus 1958
Familie Rudolf Naujok, Camberg, 1951
Rudolf Naujok (rechts) mit seiner Frau Helene (vorne) und den Kindern Herwarth, Hans-Joachim und Renate (v. l. n. r.)
Rudolf Naujok, Ernst Mollenhauer, Nidden, ca. 1939
Rudolf Naujok (2. v. l.) zu Besuch im Atelier des ostpreußischen Malers Ernst Mollenhauer (r) in Nidden
Helene und Rudolf Naujok, Camberg, ca. 1962
Rudolf Naujok und seine Frau Helene vor der Kulisse des Obertorturm im Kurpark von Camberg
Helene und Rudolf Naujok mit Freund, Berlin Wannsee, 1930
(bisher unveröffentlicht)
Familie Rudolf Naujok, Camberg, 1957 (unveröffentlicht)
Helene und Rudolf Naujok (vorne), Hans-Joachim, Renate und Herwarth (hinten v. l. n. r.)
Familie Rudolf Naujok, Memel, 1939 (bisher unveröffentlicht)
Die Eltern Helene und Rudolf Naujok mit ihren Kindern Renate und Hans-Joachim
Karte Mitteleuropa 2024
Karte Ostpreußen 1905
Karte Memelgebiet 1920
Karte Kreis Memel 1920